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Goldakupunktur – erste Erfolge bei Nelly und Brutos

Vorgestern hatten Nelly und Brutos ihren ersten Termin zur Nachuntersuchung in Berlin-Falkensee in der Tierarztpraxis Rosin.

Wieder waren die AHA-Effekte sehr beeindruckend.

Die Tatsache, dass Brutos von Tag zu Tag ein wenig leichter aufsteht nach den Ruhephasen, kann ich als Laie bereits sehen. Auch Nelly humpelt durchschnittlich wesentlich weniger als vor der Goldakupunktur. Teilweise ist das Humpeln schon gänzlich verschwunden. Die Körperhaltung hat sich bei beiden Hunden positiv verändert, was wohl auf die aufgelösten Verspannungen zurückzuführen ist. Beispielsweise fiel mir bei Brutos in letzter Zeit häufig auf, dass er den Kopf gerade nach vorne hielt und nicht nach oben wie es normal wäre. Ich sagte dann oft, er steht da wie eine Kuh *ja gemein. Inzwischen hält er immer häufiger den Kopf aufrecht, er findet also zurück zur “normalen” Haltung. Auch Nelly zeigt eine positive Haltungsveränderung.

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Bei der Nachuntersuchung wurden die Veränderungen durch Prüfung der Schmerzpunkte aller Gelenke verdeutlicht. Ich drücke das mal laienhaft mit meinen Worten aus, wie ich es gesehen und erlebt habe:

Es wurde am Donnerstag im Anschluß der neuerlichen Gangbildbetrachtung eine Liste zur Hand genommen, die ich schon am Tag der Goldakupunktur kennenlernte. In diese Liste wurden während der Voruntersuchung die Schmerzreaktionen aller Gelenke und der Wirbelsäule in die erste Spalte eingetragen. Es gab einen Strich bei “keine Schmerzreaktion” und es gab “halbe +” bis hin zu +++ bei sehr starker Schmerzreaktion. Die Einstufungen wurden mir detailliert erklärt und waren für mich nachvollziehbar. Nun wurde am Donnerstag die zweite Spalte ausgefüllt und das Ergebnis war verblüffend. Bei Nelly wie auch bei Brutos hatten sich alle Werte wesentlich verbessert. Gelenke ohne Röntgenbefund, aber mit Schmerzreaktion, wie mir erklärt wurde durch Überbelastung, waren inzwischen ohne Schmerzreaktion. Gelenke mit Befund, wie Arthrose bzw. HD zeigten noch Schmerzreaktionen, jedoch stark vermindert gegenüber vor der Goldakupunktur.

Diese Entwicklung ist nur 14 Tage nach der Behandlung für mich kaum zu fassen.

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Sehr interessant finde ich die Erkenntnis, dass beide Hunde vor der Goldbehandlung auch in den vorderen Gelenken, wie Schulter, Ellbogen etc. Schmerzreaktionen unterschiedlicher Intensität zeigten, die, außer am rechten Ellbogen von Nelly, inzwischen verschwunden sind. Dies würde heißen, dass die Hunde bedingt durch die HD und/oder die Spondylose eine Überbelastung auf die Vorderbeine brachten und diese Überbelastung bereits einen Dauerschmerz verursacht hat. Dadurch verstärkt sich bei mir der Gedanke, dass dadurch die Arthrose in Nellys Ellbogen entstanden ist. Dies würde heißen, der Hund hat Schmerzen in der Wirbelsäule oder in der Hüfte, entlastet den hinteren Körperbereich und verlagert auf den vorderen Bereich. Somit hilft der Hund sich sozusagen erstmal selbst.

Vor Kurzem sage man zu mir: es gibt keinen Hund, der vorne rechts humpelt, weil er ne Spondylose im Lendenwirbelbereich hat…….sorry, aber diese Meinung kann ich seit Donnerstag nicht mehr mitgehen.

Nun dürfen Nelly und Brutos nach rund 20 Minuten im Schritt “an der Leine einlaufen”, wieder frei laufen und auf der Wiese rennen. Na das war ein Fest, als ich die Leine abmachte und das “Okay” zu vernehmen war……..”wehe wenn sie losgelassen…..”kann man da nur noch sagen Icon Wink in

Außerdem dürfen beide Wuffels eine bis zwei tägliche Massagen geniessen, damit sich die Muskulatur lockert, denn beide haben Muskelkater, wie es auf der Seite der Tierarztpraxis Rosin beschrieben ist. Die, sich normalisierenden, Bewegungsabläufe beanspruchen nun wieder Muskeln, die durch Schonhaltungen abgebaut wurden. Ich finde, diese Entwicklung sehr positiv, da man daran erkennen kann, dass alles in die richtige Richtung geht.

Die nächste und gleichzeitig abschließende Untersuchung steht am 27. September an. Ich bin schon sehr gespannt wie die Entwiklung weitergeht!

Tja, dann werde ich wohl fragen ob man in die Wuffels auch eine Bremse einpflanzen kann *lach

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Nach wie vor kann ich nur sagen: Ich bin vollumfänglich begeistert! – Danke an das gesamte Team der Tierarztpraxis Rosin!

Fortsetzung folgt…….

Goldakupunktur bei Nelly und Brutos

Am Donnerstag, den 16. August 2012 war es nun soweit. Um 9 Uhr hatten wir Termin in Falkensee bei Berlin in der Tierarztpraxis Rosin. Gemäss Vorgespräch mit Herrn Dr. Rosin war ich auf einen Zeitrahmen von rund 4 Stunden eingestellt.

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4 Stunden Tierarzttermin klingt wahnsinnig anstrengend – und das war es auch! So viel Input und so viele AHA-Erlebnisse auf einen Schlag hatte ich bislang eher selten.

Nach knapp 2 Stunden Fahrt war zuerst Nelly dran – draussen auf der Strasse wurde sie in den diversen Gangarten “begutachtet”, wobei Herr Dr. Rosin am schreiben und notieren war. Ein umfangreicher Fragenkatalog wurde danach gemeinsam ausgefüllt bevor Nelly im Behandlungsraum abgetastet wurde und sämtliche Gelenke gecheckt wurden. Währendessen wurde mir so gut wie jeder Handgriff erläutert und die Erkenntnisse daraus erklärt.

Nelly erhielt eine Narkose um geröntgt zu werden und um danach die Goldakupunktur vorzunehmen. Mir wurden alle Röntgenbilder genau erklärt, die von anderen Hunden als Vergleich danebengelegt. Schön fand ich, dass mir auf verständliche Art alles detailliert erläutert wurde. Jedes Detail, konnte ich auf den Röntgenbildern exakt nachvollziehen. Es ergaben sich bei der Auswertung der Röntgenaufnahmen diverse Abweichungen zur Erstdiagnose, die durch den Leipziger Tierarzt erstellt wurde. Klar wurde wie wichtig die ausführliche Voruntersuchung für die Goldakupunktur ist, denn stimmt die Diagnose nicht, kann die Behandlung definitiv nicht die gewünschte Wirkung erzielen.

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Ich durfte die ganze Zeit über, ausser die wenigen Minuten während Röntgenaufnahmen gemacht wurden, bei meinem Hund bleiben. Auch bei der Goldakupunktur war ich anwesend und erhielt Schritt für Schritt Erläuterungen was, wie, warum und weshalb gemacht wird.

Nach der Behandlung war Nelly recht schnell wieder ansprechbar und ich durfte sie ins Auto bringen wo sie noch in Ruhe ein wenig weiterdösen konnte solange Brutos an der Reihe war.

Bei Brutos wurde ebenso ausführlich eine “Bestandsaufnahme” gemacht wie bei Nelly zuvor. Meine Bedenken, dass mein grosser Bub mal wieder zum “Kämpfer” wird, sobald er den Geruch der Tierarztpraxis in die Nase bekommt, wurden zerstreut was wohl an den Händen von Herrn Dr. Rosin lag Icon Wink in . Bei Brutos stand nach Erstellung der Röntgenaufnahmen fest, er hat eindeutig HD und Spondylose (lt. Leipzig lag keine HD vor!).

Auch bei Brutos war ich während der gesamten Behandlung anwesend und wurde wie bei Nelly über jedes Detail aufgeklärt. Als alles vorbei war, war Brutos schnell wieder so fit, dass er etwas wackelig schon wieder bis zum Auto gehen konnte.

Am Ende der Behandlungen erhielt ich eine CD-Rom mit sämtlichen Röntgenbildern meiner Hunde mit. Dadurch kann ich alles in Ruhe zuhause nachvollziehen und habe die Bilder für eventuell späteren Bedarf.

Nun fuhr ich mit Nelly und Brutos nach rund 4 Stunden Diagnose und Behandlungszeit nach Hause. Ein “voller” Kopf und ein sehr gutes Gefühl waren mit an Bord. Während der ganzen Zeit in der Praxis wurden all meine Fragen ausführlich und verständlich beantwortet, ich war jeweils die ganze Zeit bei meinen Hunden und durfte jeden Handgriff genau verfolgen. Ich durfte sehr viel lernen in diesen Stunden – dies gab mir sehr viel Zuversicht.

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Nach knapp 2 Stunden waren wir wieder zuhause, meine beiden Kämpfer schauten noch etwas verschlafen drein, waren aber sonst schon wieder fit. Weitere 2 Stunden später standen sie bereit und wollten spazieren gehen – tja, die übliche Zeit war ja schliesslich ran Icon Wink in

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Okay, bis zum Waldrand in Schrittgeschwindigkeit bis Zeitlupe gewährte ich ihnen (gemein!)

Schwierig wird nun bei meinen Rabauken der Part der Nachsorge. Erstmal an der Leine im Schritt gehen, eine Gangart, die zumindest Nelly gänzlich fremd ist. Noch schlimmer im eigenen Heim, denn wehe es geht eine Katze am Grundstück entlang oder ein anderer Hund geht spazieren, das kriegt man auch im Haus mit und muss zumindest durchs Fenster einen Blick erhaschen und dazu auf die Couch  springen. Ist man draussen, flitzt man doch schnell mal ums Hauseck und das viel schneller als Frauchen gucken kann…….

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Von Tag zu Tag kann ich nun merken, dass Nelly und Brutos schwerer zu bändigen sind. Brutos steht nach Ruhephasen wesentlich leichter auf als vorher, Nelly läuft zum Teil schon ohne zu humpeln, manchmal humpelt sie (noch) wie vor der Goldakupunktur. Herr Dr. Rosin erklärte mir, dies sei das typische Muskelkaterzeichen, wie es auch auf der Seite zum Thema Goldakupunktur erklärt ist. Ja, das kann ich nachvollziehen, denn die Schonhaltung zeigte Nelly inzwischen schon länger und sie hatte die Gangart “Schritt” nie so recht auf dem Plan.

Am Donnerstag den 30. August haben wir den ersten Kontrolltermin – ich bin gespannt und sehr sehr zuversichtlich auf das was kommen wird.

Fortsetzung folgt……..

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Neuigkeiten von Boy

Boy hat es so gut wie geschafft!

Wir hatten gestern den Abschlußtermin in Leipzig in der Praxis von Herrn Dr. Jähnig, der ihn im Februar operiert hatte.

Alles im grünen BereichBoy darf endlich wieder ohne Hundebox leben – das ist wie Weihnachten und Ostern gleichzeitig. Nach dem sehr anstrengenden Tag gestern, hat Boy wohl auch weitestgehend die Suche nach Luci aufgegeben und genießt die wiedererlangte (fast-) Freiheit.

Boy sollte natürlich noch nicht pausenlos toben und springen, aber er darf soweit wieder rennen und ohne Leine flitzen. Jetzt heißt der nächste Schritt, wieder ordentlich Muskeln aufbauen, die den Rest erledigen müssen. Sicherlich wird Boy einen etwas “unsauberen” Gang zurückbehalten, aber er wird wieder toben und rennen können wie ein ganz “normaler” Hund und das Wichtigste: er hat keine Schmerzen dabei.  Er setzt das Bein auch voll ein und entlastet es nicht, was ein sehr gutes Zeichen ist.

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Ergo: Der Tierarzt ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis – Boy und ich natürlich mindestens genauso. Boy ist erstmal froh, nicht mehr in der Hundebox leben zu müssen!

Nun kann Boy auch wieder Sitz und Platz machen, was wir jetzt auf Hochtouren üben, genau wie Situationen mit Ablenkung. Außerdem suchen wir nun, nachdem gesundheitlich alles getan wurde, den Traumplatz für ihn.

Boy hat seine OP hinter sich…

Ein stressiger Tag für Alle. Die doch recht weite Fahrt, das Hoffen und Bangen…..Auch der Tierarzt, Herr Dr. Jähnig war nach der OP sichtlich geschafft. Wie sich nun herausstellte, war die Denervation an der Hüfte noch das kleinere Übel.

Die eindeutige Diagnose bzgl. des Knies war: “alter Kreuzbandriss”. Beides seperat zu operieren macht natürlich wenig Sinn, also Knie und Hüfte in einer OP. Das war schon ein ganz ordentlicher Packen. Ich bin froh, daß Herr Dr. Jähnig das alles gemacht hat, denn ich habe wieder gemerkt, wie viel Kompetenz bei ihm hinter seiner Arbeit steckt. Die Diagnosen sind klar und eindeutig, nicht wie ich es leider von vielen Tierärzten kenne ein “vielleicht” oder ein “vielleicht auch nicht”.

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Nun muß Boy leider erstmal einige Zeit in der Box leben, denn die Nachsorge einer Kreuzbandoperation ist nicht gerade von Pappe. Ich habe eine ausführliche Anleitung bezüglich der Nachsorge gleich mitbekommen – das wird ein sattes Stück Arbeit mit so einem Flummiball, wie Boy einer ist.  Und dann hopsen hier ja noch mehr Hunde rum, das muß er jetzt erstmal alles irgendwie erdulden – armer Kerl. Aber da müssen wir jetzt alle durch und hoffen, daß alles gut wird.

Tja, 3-4 Monate Leinenzwang, nicht hopsen, nicht toben, nicht spielen – das wird hart. Aber wenn er danach noch mindestens 13 schöne Jahre leben darf ist es ganz sicher ein riesiger Erfolg oder?

Traurig nur, daß der Verein, dem er eigentlich gehört oder gehörte nicht einmal nach ihm fragt…..schade. Aber für die persönliche Lernfähigkeit sehr förderlich.

Update: Luci und Boy

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Zuerst das positivere der beiden Updates: Luci ist relativ fit, rennt über die Wiese und freut sich des Lebens, wobei die Bronchitis noch nicht ausgestanden ist und sie hustet immer noch ab und an. Die Lymphknoten sind ein ganzes Stück abgeschwollen, aber dennoch vom Normalzustand einiges entfernt. Ich weiß, Jeder sagt mir, das kann eine ganze Zeit dauern, aber mich beunruhigt es einfach noch. Haltet bitte mit die Daumen, daß es weiter aufwärts geht!

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Nun, bei Boy wird das Ganze wesentlich komplizierter. Je mehr Meinungen ich mir einhole, desto unsicherer wurde ich anfangs bezüglich dessen was ich machen sollte oder könnte. Geschehen muß schnellstmöglich etwas, denn solange er auf drei Beinen hüpft, werden die anderen Gelenke überbelastet und das kann auf Dauer so nicht gehen. Außerdem geht es ohne Schmerzmittel auch nicht und auch diese möchte ich ihm nicht auf Dauer zumuten.

Ich bin nun irgendwie nach dem Ausschlußverfahren vorgegangen:

1) Eine künstliche Hüfte einsetzen lassen ist nicht nur die teuerste und risikoreichste Variante, natürlich auch mit den besten Ergebnissen, wenn die OP klappt……diese fällt jedoch aus, da Boy noch zu jung ist. Zum momentanen Stand können wir nicht wirklich zu 100% davon ausgehen, daß er schon komplett ausgewachsen ist.

2) eine Gelenkkopfabnahme, eine sogenannte Femurkopfresektion, fällt deshalb aus, da Boy zu groß, zu schwer und eigentlich auch noch zu jung ist. Die Meinungen, die ich mir eingeholt haben, sehen die Grenze für diese Methode bereits bei einem Gewicht von max. 20 kg. Also muß ich darüber nicht weiter nachdenken, da Boy knapp 36 kg auf die Waage bringt.

Ansich bleiben dann noch genau 2 Möglichkeiten – beide Varianten klingen für mich erstmal gangbar, wobei beide wohl ihre Vor- und Nachteile bringen. Die Entscheidung ist  mir nicht gerade leicht gefallen. Ich finde es schon nicht einfach, wenn man sie für den eigenen Hund treffen müßte – noch schwerer für einen Wuff, der einem nicht gehört.

Die eine der beiden verbleibenden Möglichkeiten lautet: Goldimplantat bzw. Goldakkupunktur, die andere Möglichkeit ist die Denervation.

Unter anderen habe ich mit der Tierarztpraxis in Leipzig Schönefeld in Verbindung gesetzt. Vor einigen Jahren wurde dort meine Dobi-Hündin Li sehr erfolgreich operiert obgleich im Vorfeld jeder andere Tierarzt sagte, das sei nicht operabel. Bei ihr hatte sich die Achyllessehne vom Fersenbein gelöst gehabt. Sie hatte damals eine alte chronische Gelenkentzündung mitbegracht. Li konnte nach der OP noch bis an ihr Lebensende (gute 4 Jahre) mit dem Beinchen rennen und springen wie ein Reh.

Auch an dieser Stelle, lieben Dank an Herrn Dr. Jähnig, der sich viel Zeit genommen hat und mir, auch für den Laien verständlich, die Vorgehensweisen und Wirkungsweisen der verbleibenden Möglichkeiten erklärt hat. Er hat mir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten sehr gut nachvollziehbar dargestellt.

Überzeugt hat mich letztenendes die Aussage aus seiner Mail (Zitat):

********************************

“……….Die Denervierung läst die Chance, auch mit anderen OPs (Hüftgelenkersatz, Goldimplantation, Femurkopfresektion, Pectineusschnitt) später noch zu Helfen. Es ist also noch alles möglich.
Die großen Erfolge der Denervierung in den letzten Jahren bestärkten uns aber darin, diese Methode auch bei jüngeren Hunden häufiger einzusetzen……”

*************************************

Was mit dem Knie von Boy geschehen sollte oder muß, kann erst nach einer weiteren Untersuchung, das heißt, nach einer sogenannten Kniespiegelung, entschieden werden.

Ich habe nun für Dienstag, den 08.02. einen Termin mit Boy in Leipzig und hoffe, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Eine weitere Bestätigung dieser Entscheidung erhielt ich gestern noch von dem bekannten Tierarzt Dr. Gerald Krakauer aus der Fernsehsendung “Hundkatzemaus” , der sich die Zeit nahm, sich mit dem Fall “BOY” außeinander zu setzen – VIELEN DANK!!!!!

Zitat:

Sehr geehrte Frau Abt,

Ihre Einschätzung ist schon sehr präzise und gut recherchiert, ich kann das alles nur bestätigen. Sicher ist eine künstliche Hüfte – wenn sie im richtigen Alter eingesetzt wird und die OP erfolgreich verläuft – die beste Lösung, aber es ist schon klar – und das hat jetzt nichts mit der Tatsache zu tun, dass es sich um einem Tierschutzhund handelt – dass hier die enormen Kosten bedacht werden müssen.  Aus meiner Sicht würde ich auch zur Denervation raten, ein einfacher Eingriff, der zwar u.U. nach drei, vier Jahren erneut vorgenommen werden muss,  bei dem aber jede andere Behandlungsoption – wie eben auch eine künstliche Hüfte – bestehen bleibt. Alternativ käme sicher auch eine Goldakupunktur in Frage, es gibt da nur sehr unterschiedliche Rückmeldungen was den Erfolg angeht. Vom doch recht destruktiven Entfernen der Oberschenkelköpfe würde ich bei einem so jungen Hund abraten, wenn er damit nicht zurecht kommt und Schmerzmittel nicht ausreichen, bleibt oft nur noch das Einschläfern.

Mit freundlichen Grüßen

________________________________

Dr. Gerald Krakauer

DOCMA TV Produktion GmbH
Studio und Redaktion
Poccistraße 10
80336 München

Wie schon gesagt hoffe ich, daß ich für Boy die richtige Entscheidung getroffen habe und ich werde ihn Herrn Dr. Jähnig anvertrauen - ich weiß auf jeden Fall, daß er alles menschenmögliche für ihn tun wird. Bei ihm macht es auch keinen Unterschied ob der Hund reinrassig, Leistungshund oder Tierschutzhund ist. Herr Dr. Jähnig setzt sich auch im Leipziger Tierheim für die Tiere ein und er hatte damals keinerlei Probleme meine Li zu behandeln, wie zig andere Tierärzte. (Erklärung: Li war kein einfacher Hund, ihre Vorerlebnisse hatten sie nicht wirklich zu jedem Menschen freundlich sein lassen ………).

Haltet bitte mit die Daumen für Boy, daß er alles gut übersteht – ich halte Euch auf dem Laufenden!


UPDATE und NACHTRAG: Luci & Boy

Damit einige eventuellen Unklarheiten aus der Welt geschaffen werden bzw. erst gar nicht aufkommen – hier eine kurze Erklärung zu den beiden Wuffs LUCI und BOY. Auch wenn manche Leute irgendetwas anderes behaupten – ist ja nun wohl mal so im Tierschutz, keine Ahnung warum das so ist – das Prinzip werde ich wohl nie verstehen und auch nicht wollen:

BOY habe ich bei mir als dringenden Notfall aufgenommen, als er in NRW aus seiner alten Stelle so schnell wie möglich raus mußte. Er ist ein Hund vom “Peulihof” und ich habe ihn in der Funktion als Pflegestelle aufgenommen.

LUCI ist ebenfalls ein Pflegehund vom “Peulihof“, sie sollte bis zur Vermittlung bei mir bleiben, genau wie BOY. Dies ist mittels Pflegeverträge nachweisbar.

Nun wird mir ja wohl vorgeworfen, ich hätte meine private Kontonummer in dem Spendenaufruf angegeben – ja das ist richtig!

Warum? Beide Hunde sind ohne mein Verschulden krank und müssen behandelt werden. Ich selbst habe 4 eigene Hunde (die selbst aus dem Tierschutz stammen) zu versorgen und bin Alleinverdiener. Um die Futterkosten für BOY und LUCI habe ich nie aufhebens gemacht, aber ich kann die Tierarztkosten nicht alleine tragen, egal wie ich es drehe. Daß ich finanziell nicht sehr gut bestückt bin, war von Anfang an jedem Beteiligten bekannt.

Ich weiß nicht wie das in anderen Regionen Deutschlands gehandhabt wird, bei uns ist es so, daß Tierarztrechnungen sofort fällig sind. Bei Nichtzahlung droht die Einbehaltung des Tieres – darauf kann und will ich mich nicht einlassen.

Okay, was bleibt mir also? Zusehen wie die Hunde leiden? Sie so wie sie sind zurückschicken nach Spanien? Okay, das hab ich nicht drauf. Zu Peter sagen: hol die Hunde ab und nach mir die Sintflut? Auch das hab ich nicht drauf!

LUCI muß weiter behandelt werden, damit es keinen Rückfall gibt und BOY müßte so schnell wie möglich operiert werden, damit nicht das (restliche) Gelenk und die anderen Gelenke noch mehr Schaden nehmen. (die Stellungnahme des Tierarztes kann gerne eingesehen werden, diese habe ich vorliegen) Alleine die veranschlagten OP Kosten für die Hüfte von BOY liegen bei 500 – 700 Euro, das Knie muß erst noch weiter untersucht werden. Nachsorge etc. ist hier noch nicht berücksichtigt……… Je länger der Zustand so bleibt wie er jetzt ist, können die noch gesunden Gelenke Schaden nehmen. Dann könnte es passieren, daß nur noch Einschläfern als Alternative bleibt.

Ergo: ich persönlich sehe mich in der Pflicht zu handeln. Dies kann ich ohne Hilfe aber leider nicht. Wer mich persönlich kennt, weiß, daß ich jeden Cent den Hunden gebe, den ich habe. Aber egal wie ich es drehe und wende, ich kann es alleine nicht. Ich werde am Montag versuchen eine Ratenzahlung zu vereinbaren und hoffe, daß dies wenigstens gelingt.

Falls Jemand eine andere Idee hat, bitte ich dringend um Kontaktaufnahme.

Ich weiß, daß ich, sollte die OP nicht den gewünschten Erfolg bringen, auch wieder die Dumme bin, aber das bin ich ja eh, also kann ich für meinen Teil nur so handeln, außer es kommt noch kurzfristig irgendwoher eine bessere Idee.

Und – nochmal zur Information: die im Spendenaufruf angegebene Kontonummer ist meine private Kontonummer von der auch die Tierarztrechnungen bezahlt werden. Das PayPal-Konto wird in Spanien geführt. Zum jetzigen Stand der Dinge kann ich nicht sagen ob für Spenden, die bei mir eingehen, auch wenn ich diese nach Spanien melde, eine Spendenquittung erstellt wird. Angedacht war es wohl so, daß ich Meldungen weitergebe und diese über den Verein verrechnet werden. Dies kann ich nun nicht mehr gewährleisten – ich kann nur gewährleisten, daß ALLES direkt den beiden Hunden zugute kommt.

Natürlich suche ich für LUCI und für BOY dann auch ein tolles Zuhause für die Zukunft. Für LUCI sobald sie vom Tierarzt für GESUND erklärt wird und für BOY nach der Operation. Natürlich können beide Wuffs erstmal hier bleiben, aber da sie sozusagen Hund Nummer 5 und Hund Nummer 6 neben meinen 4 eigenen Wuffs sind, wäre für sie ein Platz in einer eigenen Familie zukünftig das Beste. BOY sollte dabei auf jeden Fall zu seiner Familie mit ins Haus oder in die Wohnung dürfen (ohne Treppen!), da er mit seiner Hüfte nicht ausschließlich draußen leben sollte und möglichst keine Stufen laufen sollte.

Endstellen werden auf jeden Fall vorkontrolliert und ein gegenseitiges Kennenlernen ist ein absolutes muß bei beiden Hunden!!!!!!!

Bei Interesse oder Fragen bitte  einfach melden bei  hund@pfotenservice.de

BOY – Diagnose und Röntgenbild

Es war nicht ganz einfach das Röntgenbild von BOY zu scannen, aber ich werde versuchen die Qualität noch besser hinzubekommen – ich denke aber, man kann schon einiges darauf erkennen.

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Ein ausführliches Update wird es am Abend geben……

Update Luci & Boy

Heute nur ein kurzes Update zu unseren beiden Pflegewuffels:

mit LUCI war der Tierarzt recht zufrieden heute. Die Lymphknoten sind ein wenig kleiner geworden. Als Entwarnung sieht er das aber noch nicht wirklich. Eine leichte Verschleimung der Bronchien hat er noch festgestellt und das eine Ohr ist noch immer leicht entzündet. Ohrmilben sind es nicht, das wurde schon gecheckt. Wir hoffen nun erstmal, daß die Lymphknoten weiter abschwellen und die Bronchien mit Hilfe der Medikamente wieder in Ordnung kommen.

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BOY wurde heute geröngt – das Ergebnis ist leider mehr als niederschmetternd. Das Bild der linken Hüfte erklärt warum er nicht mehr auf das Bein auftritt, wobei auch das Kniegelenk nicht in Ordnung ist, was jedoch eventuell eine Folgeerscheinung sein könnte. Vermutlich hat er das Ganze so lange kompensiert und hat darüber einiges ausgeglichen.

Ich werde versuchen das Röntgenbild die Tage einzuscannen und hier zu veröffentlichen. Unglaublich erscheint, daß das rechte Hüftgelenk absolut in Ordnung ist im Gegensatz zum linken.

Was nun werden soll, kann ich im Moment nicht sagen, denn BOY ist noch nicht einmal ausgewachsen mit seinen ca. 16 Monaten. Ich muß mir erst einige Meinungen von Fachleuten einholen.

Ich könnte heulen, wenn ich mir das Röntgenbild ansehe……armer Kerl!

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