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Artikel-Schlagworte: „Kommunikation“

Liebesbeweis meiner Hündin!

Ein wundervolles Erlebnis, wenn der Hund seinem Menschen seine absolute Liebe beweist oder?

Solche Dinge erfolgen jedoch meist auf “Hundisch”, denn das kann der Hund besser – klar. Doch ich denke gerade daran, wie viele Menschen diesen Liebesbeweis eventuell falsch verstehen…….

Die Situation: wir wollten alle schlafen gehen, denn es war schon nach 3 Uhr in der Früh, Frauchen hatte endlich Feierabend gemacht. Wie immer öffnete ich die Haustüre um nochmal durchzulüften und die Wuffels gingen nochmal Pipi. Durch die Türe zu gehen ist ja interessanter als durch die Hundeklappe. Wie immer ging ich ins Bad um mich “Bettfertig” zu machen.

Ich kam zur Türe um sie wieder zu schließen, dabei stand ich direkt vor der Schlafzimmertüre und meine kleine Nelly stand vor mir und sah mich ganz erwartungsvoll an. Ich fragte sie: warst Du schon Pipi machen? Sie ging nicht, wie sonst schnell raus, denn sie vergißt solche Dinge ja oft, da sie anderweitig viel zu beschäftigt ist Icon Wink in – Nein, sie stand da und sah mir erwartungsvoll tief in die Augen. Ich wußte, sie möchte irgendetwas oder es ist irgendwas um das ich mich kümmern sollte – nur was?

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Ich schaute nach draußen….falsch(!)  da war nichts und Nelly ging ins Schlafzimmer um mir zu sagen “sieh mal hier nach…” Ja, da sah ichs – mitten in meinem Bett, genau da wo ich immer schlafe hatte sie mir ein Stück Knochen hingelegt. Schön mit Dreck aus dem Grundstück paniert – gerochen hat der Knochen auch schon sehr streng………

Aber das hat mir die Hündin hingelegt, die wahnsinnig fressneidisch ist! Das Hundel, das so übelst ausgesetzt wurde! An einem Baum angebunden und fast verhungert wäre, wenn man sie nicht gerade noch kurz vor knapp gefunden hätte!!! Sie war nun total verunsichert und stand mit hängenden Ohren, dem erwartungsvollen Blick und mit leicht nach unten gebogener Rute vor mir und erwartete meine Reaktion.

DAS WAR SOOOOOOOO SÜÜÜÜSSSSSS!

Auch wenn der Knochen eklig stank, ich wußte, was es bedeutete und freute mich und bedankte mich bei Nelly. Sie spürte, daß ich verstanden hatte, was sie mir sagen wollte und sie schien mir wieder mal der glücklichste Hund der Welt. Sie sprang an mir hoch um mir zig Küsschen zu geben, der ganze Hund wackelte um die Rute herum, da es die Rute alleine nicht mehr schaffte so sehr zu wedeln.

Später dachte ich daran, wie viele Hunde wohl übelst beschimpft werden, wenn sie einen stinkenden Knochen ins Bett ihres Besitzers legen……

Mimik des Hundes

Wer sagt da, Hunde können nicht sprechen?


Sicher nicht in Worten, aber dafür mittels Körpersprache und Mimik. Wer seinen Hund gut kennt, wird ihn zumindest in den meisten Situationen verstehen können.

Bemerkenswert finde ich die unterschiedlichen Einsatzprioritäten – bespielsweise setzt mein Brutos vorrangig Körperhaltung und Rute zur Kommunikation ein, meine Lara Augen, Ohren und Rute. Mein Sammy nutzt vorrangig die Körperhaltung und die Ohren und Nelly ihre Mimik…..wie auf nachfolgenden Fotos deutlich zu sehen ist……..

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*um die jeweilige Bilderklärung zu lesen, klicken Sie oben rechts neben dem jeweiligen Foto auf das Zeichen mit dem i (Information)

Ist sie nicht eine süße Maus unsere Nelly?

An dieser Stelle einen ganz lieben Dank an das Tierheim Recklinghausen in dem Nelly war bevor sie zu uns kam. Danke für die unkomplizierte Vermittlung, wodurch es möglich war, diesen manchmal zickigen Icon Wink in Sonnenschein in unser Rudel zu integrieren.

Danke auch dafür, dass Nelly dort so gut versorgt wurde, nachdem sie auf skrupellose Weise von ihren Vorbesitzern entsorgt wurde.

Einzelhaltung oder lieber einen Zweithund dazu?

Immer wieder kommen im Zuge der Vermittlungshilfe-Tätigkeit die Fragen: „Wir haben schon einen Hund und überlegen ob wir einen zweiten dazunehmen – geht das gut und sollte man das tun oder lieber nicht?

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Fakt ist, dass ein Hund mit seiner Abstammung vom Wolf ein ausgesprochenes Rudeltier ist. Ein Leben alleine ist demnach vollkommen gegen seine Natur. Wird der Hund komplett in die Familie integriert, betrachtet er seine Menschen als sein Rudel, jedoch hat er keine Möglichkeit  seine hündische Kommunikation und den Umgang mit seinen Artgenossen auszuleben. Bietet man dem Hund viele Kontakte mit seinen Artgenossen beispielsweise in der Hundeschule, beim Spaziergang oder ähnliches, kann auch hier ein gewisses Manko ausgeglichen werden. Ein generelles Zusammenleben rund um die Uhr, eine Rudelordnung mit einem Artgenossen, die Teilung des Reviers usw. fehlt in diesem Fall dennoch.

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Ich selbst habe eine Hündin aus dem Tierschutz übernommen, bei der sich klar diese Dinge zeigten. Im Freigelände kam sie mit den meisten Hunden klar – jedoch: Frauchen teilen war nicht ihr Ding. Die anderen Hunde in der Nähe ihres Schlafplatzes wurden in der Anfangsphase keinesfalls geduldet, Fressbares in der Nähe und sie griff sich sofort einen der anderen Hunde – um nur einige Problemchen zu nennen. All dies musste erst gelernt werden! Sie hat es gelernt und lebt inzwischen wunderschön im Rudel und genießt es Spielkameraden zu haben, mit den anderen Hunden um die Wette zu rennen und auch mal mit den anderen zu kuscheln.

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Zwangsweise haben wir in Deutschland durch viele Vorschriften vorprogrammierte Probleme was das erlernen von Sozialverhalten beim Hund betrifft. Angefangen von Leinenzwang,. Maulkorbzwang etc. macht es in vielen Gegenden kaum noch möglich Hunde gemeinsam spielen oder toben zu lassen. Nicht jeder Halter hat die Möglichkeit mit seinem Hund regelmäßig eine Hundegruppe aufzusuchen oder zu treffen wo solche Dinge noch möglich sind. Logischerweise sind solche Kontakte jedoch sehr wichtig, damit der Hund auch die Kommunikation mit Artgenossen lernt und immer wieder auffrischen kann. Bietet man dem Hund diese Möglichkeiten nicht, kann es schnell passieren, dass er mit Artgenossen unverträglich wird, da er einfach die Sprache nicht versteht.

Nicht umsonst sagt man oft den ausländischen Hunden im Tierschutz nach, sie seien viel sozialer als die deutschen Leidgenossen. Dies ist eine logische Folgerung, denn die Hunde im Ausland werden oftmals auf der Straße geboren oder irgendwo wo sich keiner so groß um sie kümmert. Dies bedeutet, sie müssen lernen sich zu arrangieren, sie lernen von klein auf mit Artgenossen klarzukommen, denn sonst haben sie keine Chance zu überleben. Dies klingt hart, aber nur Hunde mit einem guten Sozialverhalten überleben in dieser Art von Freiheit. Ausnahmen gibt es natürlich bezüglich der isoliert gehaltenen Kettenhunde. Diese Tiere reagieren allerdings häufig aus Dankbarkeit endlich mit einem Lebewesen Kontakt zu haben sehr positiv auf ihr Gegenüber.

Ergo: ein Menschenkind, das ohne menschlichen Kontakt aufwachsen muss, wird wohl auch selten später ein Gesellschaftstyp werden beziehungsweise sich mit seinen Mitmenschen übermäßig gut verstehen. Es wird ebenso wie der Hund oder jedes andere Tier kaum sich selbst das Sprechen beibringen können.

Ich denke, all diese Argumente sprechen dafür einen Hund nicht alleine zu halten. Andererseits sollten für eine Mehrfachhaltung wiederum einige Voraussetzungen gegeben sein, denn bereits bei der Haltung von zwei Hunden ist einiges zu bedenken, damit das „neue“ Rudel wieder ein gutes Team wird.

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Relativ unveränderbare Voraussetzungen sind natürlich der Platz und die Zeit, die man den Hunden zur Verfügung stellen kann. Ein einzelner Hund legt sich öfter mal in Ruhe auf seinen Platz, wenn seine Menschen grad keine Zeit haben – was soll er auch sonst tun? Ist ein zweiter Hund da, dann fallen den Beiden da doch schon viiiieeel mehr Dinge ein………

Auch sollte man mehreren Hunden mehr Zeit widmen. Natürlich geht man mit einem Hund auch spazieren und nimmt dann den zweiten mit. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass der „neue“ Hund sicherlich auch noch Dinge lernen muss, die der andere Hund schon kann.

Beim Üben sollte der eine Hund dann nicht unterfordert werden und der „neue“ Hund nicht überfordert werden. Natürlich lernen Hunde sehr viel voneinander, doch ob sie bei der Variante immer das lernen was der Mensch möchte, sei dahingestellt…..;-)

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Ich höre oft von Leuten, dass sie sich einen Welpen dazu nehmen und der vorhandene Hund den Welpen erziehen soll….naja, ich kann diese Ansicht nicht teilen, denn der Welpe wird sicherlich nicht unbedingt lernen, dass der Mensch sein Chef und Lehrmeister ist, sondern der andere Hund – hier stellt sich die Frage ob dies so gewollt ist.

Über das Thema „was sollte man bei oder vor der Anschaffung eines Zweithundes bedenken“ werde ich in einem gesonderten Artikel in den nächsten Tagen noch schreiben.

Ich wollte einen Hund…….;-)

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Hunde halten – was gehört eigentlich dazu?

Ein glücklicher Hund braucht mehr als nur Streicheleinheiten, Pflege, gutes Futter und Auslauf – Hunde brauchen eine konsequente Ausbildung und jeden Tag psychische Auslastung.

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Hunde sind hochintelligente Wesen und wollen gefördert werden. Schließlich sind Hunde ursprünglich dahingehend gezüchtet worden, dass sie diverse Aufgaben übernehmen. Dies steckt auch heute noch als Potential in unseren Hunden. Fehlt die gewisse Ausbildung und somit die psychische Auslastung so suchen sie sich, ähnlich wie Kinder, Ersatzaufgaben, die meist nicht gewollt bzw. erwünscht sind. Schnell besteht die Gefahr, dass sich die lästigen Flausen in ihrem Kopf festsetzen und das nur aus Langeweile.

Dies bedeutet, auch wenn Hunde noch so gut gepflegt und verhätschelt werden, täglich ihren großzügigen Auslauf genießen dürfen, fehlt ihnen einfach etwas.
Wir sollten bedenken, dass jede der heutigen Hunderassen ursprünglich gezüchtet wurde um den Menschen bei der Arbeit zu unterstützen, ob als Wächter (z.B. Dobermann), Hüter (z.B. Border Collie), Treiber (z.B. Australian Cattle Dog) oder Jagdgehilfe (z.B. Weimaraner, Labrador Retriever) usw.
Heute sind es eigentlich nur noch die Polizei-, Zoll-, Rettungs- und Blindenhunde oder Hunde mit Einsatz in Schäfereien, die eine echte und artgerechte Aufgabe zu erbringen haben.

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Eine sinnvolle psychische Auslastung beginnt mit der Ausbildung in der jeder Hund und seine Bezugsperson lernen sollte was richtig und falsch ist. Einen Hund zu erziehen, bedeutet viel Arbeit und gleichzeitig Spaß. Dabei sollte der Hund nicht oder zumindest nicht nur auf dem Übungsplatz gehorchen, sondern in allen möglichen Alltagssituationen. Doch wie kann man das erreichen?

Durch das Zusammenlaufen vieler verschiedener Faktoren, wie z.B.: umfassendes theoretisches Wissen, eine richtige Einstellung zum Hund mit artgerechtem Umgang, eine klare soziale Rangordnung, liebevolle Konsequenz, Ruhe, Geduld sowie jeden Tag ein bis zwei Stunden üben, üben, üben (aber ohne zu überfordern!) Nun, raus geht man mit dem Hund ohnehin, dabei kann man wunderbar üben. Ob spielerisch, ob diverse Situationen…….auch Hunde lieben Abwechslung, daran sollte man denken.

Auch wenn der Hund später alle Kommandos perfekt beherrscht muss weiter jeden Tag geübt werden z.B.: mit einer Gruppe unter Ablenkung, neue Umgebungen, neue Abläufe.

Wir kennen das doch auch oder? Was haben wir alles in der Schule gelernt und inzwischen wieder vergessen…….ein Hund vergisst auch Dinge, die er eine gewisse zeitlang nicht mehr gemacht hat und deshalb sollte man immer wieder bereits gelerntes wiederholen.
Natürlich spielen auch die Ernährung und der Gesundheitszustand bei der Erziehung/Ausbildung eine große Rolle! Verständlicherweise lernt ein gesunder Hund, der sich rundum wohlfühlt besser als ein krankes Tier. Außerdem sollte man beachten, dass Hunde unterschiedliche Charaktere haben und ein Tier schneller lernt als ein Anderes. Die Konzentrationsfähigkeit kann sehr unterschiedlich sein – also auch ähnlich wie beim Menschen.
Was beim Hund ebenfalls sehr wichtig ist: die Fütterung sollte nach getaner Arbeit erfolgen, das bedeutet, nach dem Spaziergang mit integrierten Übungen etc. Der Hund stammt vom Wolf ab und Beute gibt es nach der Jagd, wenn das Rudel gut gearbeitet hat. War das Rudel nicht erfolgreich, wird die Beute eher mager sein. War das Rudel nicht auf der Jagd, wird es überhaupt keine Beute geben……..

Schlecht lernt es sich mit vollem Magen, genau wie dauerhaft überfütterte Hunde, denn sie sind träge, fühlen sich unwohl und sind lernunwillig, da sie keine Veranlassung sehen sich um Futter zu bemühen.

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Außerdem sind die gesundheitlichen Risiken durch Übergewicht beim Hund nicht zu unterschätzen. Um unsere Hunde möglichst lange gesund und fit zu erhalten, sollte eine ausgewogene, artgerechte und gesunde Ernährung erfolgen die den Erhaltungsbedarf deckt.
Der Erhaltungsbedarf von unseren Hunden weist jedoch eine weite Spanne auf, die durch Leistung, Alter, Rasse, Temperament, Haltungsbedingungen sowie evtl. vorliegende Erkrankungen beeinflusst wird. Hier ist der Halter gefragt, der sein Tier am Besten kennt und genau beobachten sollte wie viel und was sein Tier entsprechend der Bedingungen benötigt.

Den Erfolg der Fütterung kann man deutlich am Allgemeinzustand des Hundes feststellen: der Hund ist in der Regel selten krank, gut gebaut, kräftig ohne verfettet zu sein. Dies bedeutet, man kann die Rippen unter der Haut fühlen ohne dass sie hervorstehen.
Er hat glänzendes Fell und er frisst sein Futter nach getaner Arbeit (Ausbildung oder anderer psychischer Auslastung) gerne und zügig auf. Nur wenn der Hund mitarbeitet sollte er sein Futter wie gewohnt bekommen, arbeitet er nicht mit wird die Ration gekürzt im schlimmsten Fall bekommt er halt mal einen Tag nur wenig Futter. Das hört sich jetzt vielleicht hart an aber wie bereits erwähnt, wird die Beute immer schlecht sein, wenn die Rudelmitglieder bei der Jagd versagen. Wölfe jagen in freier Wildbahn und ernähren sich selbstständig, sie müssen sich also ihr Futter erarbeiten. Leisten sie nicht genug gibt es kein Fressen.

Bedenken sollte man beim Thema Futter ebenso folgendes:

Wölfe können im Gegensatz zu unseren Hunden ihren Instinkten folgen und ihre Malzeiten so auswählen, dass evtl. Mängel ausgeglichen werden. Unsere Hunde müssen heute fressen, was wir Halter ihnen anbieten, umso größer ist die Verantwortung die bei uns liegt unseren Hunden ein gutes und gesundes Futter zu bieten!

Zu Bedenken und gleichzeitig Fazit:

Laut Tierschutzgesetz müssen bei Tieren die sich in Menschlicher Obhut befinden  spezifische Bedürfnisse beachtet werden. Die Haltung, Ernährung und die Bedürfnisse durch den Menschen dürfen nicht zur Qual für die Tiere werden.

Das klingt logisch, doch:

Durch die Unwissenheit, Bequemlichkeit, Profitsucht oder aus Vorsatz bleiben diese Forderungen aber leider häufig unerfüllt. Hunde erhalten weder ausreichend Auslauf,  artgerechtes Futter, Erziehung, psychische Auslastung noch die erforderliche Zuwendung durch ihre Bezugsperson.
Dabei ist es laut Tierschutzgesetz auch die Pflicht jedes Hundehalters seinen Hund durch angebrachte Erziehung/Ausbildung an das gemeinsame Lebensumfeld zu gewöhnen und zu sozialisieren. Darf ein Hund dies nicht frühzeitig lernen, entstehen daraus sehr häufig Probleme für beide Sozialpartner, am schlimmsten trifft es dann leider allzu oft die Hunde!!

Denn nicht immer macht sich der Mensch dann, wenn „das Kind fast schon in den Brunnen gefallen ist“ noch die Mühe irgendetwas zu retten, denn das hätte er ja auch schon vorher machen können, wenn er gewollt hätte.

Allzu oft wird stattdessen zu tierschutzwidrigen Mitteln wie Stachelhalsband oder Teletaktgeräten gegriffen. Bei Teletaktgeräten fehlen dem Tier jedoch der natürliche Instinkt und das Verständnis, um den Strafreiz, der aus dem Nichts zu kommen scheint, richtig einordnen zu können. Derartige Erziehungsmethoden rufen bei den Tieren fast unweigerlich leidvolle Verhaltensstörungen hervor. Das Thema Stachelhalsband hatten wir hier im Blog bereits………

- danach folgt oft nur noch der letzte Weg:

Tierheim oder gar Einschläferung droht dem Tier in diesem Moment.

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Der Mensch hats versaut und löst das Problem damit, dass es einfach „entsorgt“ wird!

Und dann? Dann kommt oftmals einfach der nächste Hund ins Haus……

Denken Sie bitte nicht, dass dies ein seltener Fall ist…….ganz sicher nicht!!!! (unzählige Fälle im Tierschutz habe ich schon erleben müssen)

Bitte denken Sie im Sinne des Tieres (egal ob Hund, Katze……..)immer an den Grundsatz:

Die Wichtigste Voraussetzung für eine tiergerechte Haltung ist die Bereitschaft des Menschen auf das Tier einzugehen und ihm mit Liebe, Geduld und Partnerschaftlichkeit zu begegnen!!!!!

Für Fragen zum Thema finden Sie hier im Blog weitere Artikel und Informationen, auch kann Ihnen sicher die Hunde-Service-Hotline bei Fragen rund um den Hund weiterhelfen beziehungsweise Tipps geben.

Bedeutet Tierschutz wirklich Tierliebe?

Ich würde so gerne daran glauben, wenn ich könnte………….


Gestern erhielt ich einmal wieder so eine Mail, in der ein Foto eines „geretteten Hundes“ zu sehen ist. Es wird beschrieben welch negative Dinge dieses Tier schon erleben musste, nun ist der Hund in Sicherheit, denn Tierschützer kümmern sich um ihn. Es wird ein neues zu Hause gesucht…….stimmt, das ist nichts verwerfliches. Das ist ja eine gute Tat, sich für ein neues Heim für den Vierbeiner einzusetzen, aber………

Das Bild zeigt einen Hund (mal einen Rottweiler, nun einen Dobermann und und und) mit einem STACHELWÜRGER um den Hals!!!!

Da stellt sich mir die Frage, ob der Hund wirklich die negativen Erfahrungen hinter sich hat oder gerade mittendrin steckt und eigentlich vor „diesen“ Tierschützern gerettet werden müsste.

Private Hundehalter die solche Dinge um den Hals ihrer doch so geliebten Vierbeiner legen, halte ich im Allgemeinen für dumm, denn sie kapieren wohl gar nicht was sie da eigentlich tun. Dummheit schützt vor Strafe nicht, aber wenn sie irgendwann vielleicht einsehen, dass das Ding nichts nützt, sondern das unerwünschte Verhalten des Hundes sogar noch verstärkt, dann lassen sie es vielleicht sein bevor der Hund “auch” aggressiv wird….. Diejenigen, die das nicht merken und kapieren, die verstehens auch nicht wenn man es ihnen erklärt und sollten eigentlich keinen Hund halten dürfen.

Theoretisch sollte aber Tierschützern doch zumindest ein klein wenig Sachkenntnis unterstellt werden – naja, ich wurde leider schon sehr oft eines Besseren belehrt – aber das ganz kleine 1 x 1 sollte doch sitzen oder?

Da hier sicher nicht nur Hundeleute mit Erfahrung am lesen sind, versuche ich die Thematik grob zu erklären:

Es gibt vom Grundsatz her zwei Verhaltensgrundmuster beim Hund wie auch beim Menschen:

Der Eine ist der Vorsichtige, der Neues ohnehin eher meidet, Gefahren aus dem Weg geht und bei Stress lieber den Weg nach hinten sucht. Einem solchen Hund wird wohl keiner einen Stachelwürger oder ein Stachelhalsband anlegen – diesen Typ Hund würde es auch kaum stören, da er eh nicht an der Leine zieht sondern sich eher mal hinter seinem Führer versteckt.

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Der zweite Grundtyp ist eher der Draufgänger, auch wenn er Angst hat oder unsicher ist, geht er davon aus, dass Angriff die beste Verteidigung sein könnte. Er ist immer neugierig, will überall ganz schnell hin und schießt auch mal nach vorne um seine Rudelmitglieder (ggf. auch seinen Führer) zu verteidigen (auch wenn es nur Show ist um zu beeindrucken) oder will losjagen wenn er Wild im Wald entdeckt. Das bedeutet, er zieht an der Leine, springt auch gern in die Leine – dies mag natürlich kein Führer so besonders gerne. Deshalb hatte wohl mal Jemand die total sinnlose, tierquälerische Idee, das könnte man dem Hund abgewöhnen wenn man ihm Schmerzen zufügt. Die Idee könnte fast stimmen……aber eben nur fast!

Es ist einfach so, der eine Hund geht nach hinten in gewissen Situationen und der andere Hund geht nach vorne. Frage, was macht ersterer, wenn man ihm Schmerzen zufügt? Richtig! Er geht nach hinten! Und was macht der andere Hund, der ohnehin nach vorne geht? Richtig! Er geht erst recht nach vorne. Beide wollen aus der negativen Situation, Schmerzen zugefügt zu bekommen, entfliehen – der eine nach hinten und der andere nach VORNE.

Was erreicht man logischerweise mit dem Stachelhalsband?

  1. Der Hund geht erst recht nach vorne!!
  2. Der Hund ist nicht doof, er weiß, dass der Schmerz aus der Leine bzw. von der Verlängerung der Leine kommt, außerdem legt sein Führer ihm das Ding um – hier ist sicher nicht unbedingt davon auszugehen, dass der Hund ein Vertrauensverhältnis zu seinem Führer aufbaut. Zumindest nicht in den eigentlich wichtigen Schlüsselsituationen wo er nach vorne geht. Da lernt der Hund, dass er seinem Führer nicht vertrauen kann und die Situation alleine regeln muss. Auch dies verstärkt das unerwünschte Verhalten.
  3. Die gesundheitlichen Risiken, Verletzungen etc. muss ich sicherlich nicht unbedingt explizit erwähnen?

Sie fragen jetzt nach Lösungsmöglichkeiten? Die sind recht einfach, wenn man den jeweiligen Hund kennt, jedoch sehr schwer wenn man ihn nicht kennt. Auf jeden Fall sollte der Hund sich gerade in Situationen, die für ihn ohnehin schon schwierig sind, wohlfühlen. Er sollte gerade dann zu seinem Führer Vertrauen aufbauen können. Er sollte lernen, dass er sich auf seinen Menschen verlassen kann. Natürlich erfordert dies ein wenig Geduld. Wir Menschen brauchten ja auch eine ganze Zeit bis wir gewisse Dinge gelernt haben. Der Hund lernt ja im Gegensatz zu uns rasend schnell.

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Wie man mit einem Leinenzieher am Besten umgeht kommt immer darauf an ob er aus Unsicherheit nach vorne geht, ob der Beschützerinstinkt den Hauptauslöser darstellt oder ob es einfach ungezügeltes Temperament ist. Das muss im ersten Schritt geklärt werden und dann wird ein Plan erarbeitet wie man dem Hund das erwünschte Verhalten vermittelt. Dieses sollte unbedingt individuell auf den Hund abgestimmt sein.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema, hilft Ihnen ganz sicher das Team der Hunde-Service-Hotline weiter. Scheuen Sie sich nicht, sich Hilfe zu holen, denn wenn Ihr Hund sich Ihnen als Führer und Vorbild anpasst und ebenso in das Schema verfällt Schmerzen zu bereiten, ist es ganz sicher schon fast zu spät, genauso, wenn gesundheitliche Schädigungen eingetreten sind. Kehlkopferkrankungen sind hier z.B.die häufigsten.

Hilfe, Tipps und Unterstützung – im Sinne des Hundes

Die Nachrichten aus dem Tierschutz, die langen Listen der Hunde, die ihr zu Hause verloren haben und verlieren, haben dazu bewogen etwas zu unternehmen. Etwas, das dort ansetzt wo das Problem entsteht – nicht erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Oftmals sind es ja erstmal recht kleine Probleme und Missverständnisse die sich langsam aber sicher zu scheinbar unlösbaren Problemen hochschaukeln. Aus diesem Gedanken heraus ist die Hunde-Service-Hotline entstanden.

Was von der Hunde-Service-Hotline zu erwarten ist, finden Sie unter www.pfotenservice.de/hotline .

Natürlich klar, dass es schwer wird, dass viel Arbeit dranhängt, dass sicherlich nicht jedem Hund (und Halter) geholfen werden kann. Doch die Hoffnung, dass oftmals doch etwas getan werden kann um den schlimmsten Fall zu vermeiden, besteht dennoch. Auch wenn nur einem einzigen Hund geholfen werden kann, sollte sich der Aufwand gelohnt haben.

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Klar ist, dass der Service nicht komplett kostenlos angeboten werden kann, da laufende Kosten entstehen, die irgendwie getragen werden müssen. Leider ist es oftmals so, dass viele Menschen nicht einmal bereit sind ein paar wenige Euros für ihr Tier zu investieren……man muss ja nur mal die vielen Inserate im Internet betrachten “….wer verschenkt einen Welpen….”, suche dringend einen Hund geschenkt….” Leider ist es heutzutage fast immer so, dass Geschenktes nicht wirklich einen Wert hat. Sicher gibt es Ausnahmen, aber an dieser Stelle sollte gleichzeitig davor gewarnt werden Hunde zu verschenken!!!! Wer das Geld nicht hat sich ein Tier anzuschaffen, was macht Derjenige wenn das Tier krank wird? Schnell sind mal mehrere hundert Euro beim Tierarzt weg…..nur wie, wenn kein Geld da ist? Tierliebe ist toll, aber ganz sicher nicht alles. Im Gegenzug ist natürlich auch Geld nicht alles………

Nun jedoch wieder zurück zum Thema: Die Hunde-Service-Hotline wurde so knapp wie möglich kalkuliert, damit das Projekt zumindest überlebensfähig wird. Menschen mit wenig finanziellem Spielraum werden auch kurzerhand einfach zurückgerufen, denn geholfen soll in erster Linie dem Tier.

Eines sollte man bedenken – mein persönlicher Lieblingsspruch: Ein Hund würde für seinen Menschen, der ihm nur einen Funken Liebe gibt, sein Leben opfern ohne nachzudenken – was sind manche Menschen im Gegenzug bereit zu geben?????

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Pflichtlektüre

Ich möchte hier einfach alle Hundefreunde und Hundehalter auf die HundeZeitung im Netz aufmerksam machen. Irgendwie hat es sich schon vor recht langer Zeit so ergeben, dass ich immer wieder dort bin um zu schmökern.

Egal ob es um aktuelle Neuigkeiten geht, um die Gesundheit der Tiere, um Erziehungsfragen oder sonstige Dinge rund um den Hund, finde ich dort immer wieder neue Anregungen, interessante Tipps und Informationen. Eigentlich fällt mir kein Thema ein zu dem ich in der HundeZeitung nichts finde.

Auch wer sich noch nicht schlüssig ist ob er sich einen Hund anschaffen sollte oder nicht ist dort sehr gut aufgehoben um sich erstmal einzulesen und um sich vorab zu informieren. Aber nicht nur dass – ich denke selbst der erfahrene Hundehalter findet hier noch wissenswerte Details – denn man kann ja nie Alles wissen…….

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