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Artikel-Schlagworte: „Pflegestelle“

DaWi weint! Wer kann helfen???

Danke an Alle, die mitgeholfen haben – DaWi hat ein neues Traumzuhause gefunden!

DaWi ist sehr traurig und weint um sein Herrchen, das vollkommen unvorsehbar plötzlich verstorben ist.

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DaWi hat es immer geliebt mit seinem aktiven und agilen Herrchen unterwegs zu sein. In der Kinderzeit haben die beiden gemeinsam die Hundeschule besucht und waren einfach ein tolles Team. Leider ist der Traum von heute auf morgen zerbrochen.

Leider ist das Frauchen von DaWi gesundheitlich nicht in der Lage das Herrchen irgendwie zu ersetzen und sie kann ihm ein weiteres artgerechtes Leben nicht ermöglichen. Die Familie wünscht sich, nach dem Schock und allem was damit verbunden ist, für den hübschen jungen Mann ein schönes Zuhause, damit er über seinen Schmerz hinweg kommen kann.

DaWi ist ein 3 Jahre alter rumänischer Hirtenhund, ein Karpaten Schäferhund (Ciob?nesc Românesc Carpatin). Er ist gechipt, kastriert, geimpft und hat natürlich einen Paß. DaWi bringt immerhin rund 45 kg auf die Waage und seine neuen Besitzer sollten schon ein Stück Hundeerfahrung mitbringen.

Leider kann im Moment niemand mit DaWi spazieren gehen oder ihn sonst artgerecht auslasten, da die Verwandschaft zu weit weg wohnt um sich mit dem Hund zu beschäftigen und Frauchen, wie bereits geschrieben, nicht in der Lage ist sich größer zu kümmern.

Toll wäre für DaWi eine liebe Endstelle mit Geduld und Hundeerfahrung (Herdenschutzhunde/Hirtenhunde) oder ein Verein mit entsprechender Aufnahmemöglichkeit oder engagierter Pflegestelle.

DaWi könnte gegebenenfalls auch über eine weitere Entfernung gebracht werden. Er befindet sich momentan im nördlichen NRW.

Wer kann helfen? Wer hat einen schönen Platz oder eine Idee für den jungen Mann? Fragen?

Bitte um Kontaktaufnahme unter hund@pfotenservice.de / Tel.: 039248-18983 (günstig immer gegen Mittag oder ab 20 Uhr sonst einfach probieren!)

Liebe Grüße und DANKE für Eure Mithilfe!

Tierschutz immer im Sinne der Tiere?

Nicht nur aus gegebenem Anlaß sondern um mal allgemein ein wenig Einblick in die Thematik “Tierschutz” zu geben, habe ich bereits vor einiger Zeit den Artikel

Ist Tierschutz immer Tierschutz? Wo liegen die Unterschiede?”

hier veröffentlicht. Auch in weiteren Artikeln hatte ich in der Vergangenheit das Thema immer wieder mal aufgegriffen.

Natürlich gibt es immer die verschiedensten Einstellungen eine Sache gut oder nicht gut zu machen – klar, aber sollte nicht in jedem Falle das Wort so interprätiert werden wie es lautet?

TIER und SCHUTZ ????

Ich habe mich irrsinnig gefreut, als ich dieser Tage über den Tierschutzverteiler sehr sehr interessante Ausführungen zu diesem Thema erhalten habe. Nach Rücksprache mit den jeweiligen Verfasserinnen, darf ich die Ausführungen hier für Jeden, der Interesse an der Thematik hat, veröffentlichen – lieben DANK!

Auch wenn es viel zu lesen ist – es lohnt sich!

Lieben Dank an die Verfasserinnen für diese wertvollen und wichtigen Artikel!!


Verfasserin: Carine Rüegg [mailto:carine.ruegg@hispeed.ch]


Liebe Tierschützer!

Es gibt unglaublich viele Happyends für viele Hunde aus allen möglichen misslichen Verhältnissen.

Aber es gibt ganz viele Hunde mit schlechtem Hintergrund, die von Tierliebhabern aus Mitleid aufgenommen werden!

Und viele dieser Hunde müssen wieder abgegeben werden; im Tierheim oder mit Glück auf einem neuen Pflegeplatz oder vermeintlichem Endplatz,

weil die armen Leute mit dem Auslandhund, der leider oft falsch beschrieben, keinen Platz im Alltag der Neuhalter finden kann.

Das ist kein Vorwurf an die Neuhalter.

Den tierliebenden Tierschützern möchte ich mal sagen, dass es nichts bringt einen Hund, der Jahre an der Kette lag, schnell mal zu retten. Klasse man hat ja schon einen Endplatz in Deutschland, Oesterreich oder in der Schweiz für ihn.

Ob Kettenhund,  oder ein geschlagener,  misshandelter, missbrauchter Hund kann nur in Hände mit viel Erfahrung, noch besser erst mal über eine sehr erfahrene Pflegstelle oder mit Hundetrainer, erst dann kann man sagen, welche Defizite der Hund mitbringt und dann richtig vermitteln. Viele Hunde werden als ach so lieb und verträglich angepriesen. Mit welchen Kenntnissen?  In den Tierauffanglagern, wo die Hunde unter schlechten Umständen vor sich hinvegetieren, kann man sich kaum ein wahres Bild über einen Hund machen. Hunde sind Rudeltiere und passen sich gerne den Umständen an. In den Hunde-KZ geht es oft um das Ueberleben und Hund passt sich an, damit er nicht unter die Räder kommt. Mensch ist meist nur Futtergeber, also ein Dienstleister, ein Mensch, der mal nicht schlägt und Futter bringt. So weit so nett, aber  diese Hunde sind oft entsprechend ihrer Geschichte kaum oder lange nicht Bindungsfähig. Das ist harte Arbeit und das wird nicht immer so verkauft.

Viele dieser Hunde zeigen ihre Aengste und ihre Defizite erst wenn sie in einer Familie angekommen sind.

Viele aus Mitleid oder Hunde unerfahrene Leute können nicht wissen, was sie sich ausgesucht und ins Haus geholt haben und so werden diese Hunde zu Wanderpokalen oder landen in unseren eh schon überfüllten Tierheimen. Eine schöne Aussicht!  Sie laufen dann sehr schnell unter schwer oder nicht vermittelbar.

Ist dies Tierschutz?

Ich glaube nicht!

Kann es sein, dass diese Form von Tierhilfe vielen Tieren in keiner Weise dienlich ist?

All den Tierschützern, die nicht so arbeiten ein grosses Dankeschön und all den andern, die sich so gerne auf die Fahne schreiben: „Ich rette Tiere, um jeden Preis!“, denen wünsche ich ein paar schlaflose Nächte!

Wahrscheinlich bekomme ich jetzt ganz böse Mails! Sei es drum.

Und in diesem Sinne

Carine

Eine prompte Antwort folgte von Frau Wida Pfeuffer

Liebe Carine,
DANKE, für deine offene Meinunng und ehrliche Zeilen. Es ist nur schade, dass viele TS org.und Vereine, sich mit der Tierretung abgeben, aber an diese -deine wahre worte in der tat -nicht bedenken.
Seit über 20 Jahre betreibe ich den TS. Ich habe noch NIE einen hund abgegeben, für den ich nicht 100% sein verhalten und sein karakter erkannt und auch mit wahrheit beschrieben habe. Ich habe sehr viele hunde die bei mir auch 2 jahre bleiben, denn es gibt keinen perfekten hund der aus eine TS gerettet wird-auser die welpen. Für ausgewachsene Hunde, soll man nie davon ausgehen-hauptsache gerettet und jetzt weg.
Leider kenne ich persönnlich solsche Org. und Vereine, die um jeden preiss die Hunde vermitteln oder PS abgeben oder die Deutsche und Österreichiche TH fühlen, mit dem motto-hauptsachen gerettet. Das die herum angeben können, wie die es geschaft haben innerhalb einiegen Monaten 2500 Hunde gerettet zu haben. Solchen vereinen, müsste jegliche Tierrettung untersagt werden, ich bin voll und ganz deine Meinunng.
Denke nicht an die briefe die du bekommen wirst-drohungen oder beschimpfungen-es ist nicht wert sich darüber aufzuregen. Das sind im wahren Sinne keine Tierretter.
DANKE FÜR DEINE OFFENE MEINUNNG, die sollen alles lesen die sich dem Tierschutz angetan haben.
Hochachtung von deinem Brief.
Ganz liebe Grüsse, und schaue dir meine HP an, unter www.tierhilfe-istrien.org
Tierschützerin und Vorsitzende
Wida Pfeuffer

*********************************************************************

Dies einfach mal als kleiner Blick hinter die Kulissen und Denkanstoß.

Eine weitere super tolle Ausführung hat Frau Maria Bader für den Verteiler verfaßt, mit der ausdrücklichen Bitte um Veröffentlichung.

Auch dieser Bericht ist absolut lesenswert!!!!!

Bezüglich der entlaufenen Hunde und der scheuen Hunde und so…….

Es gibt da in Deutschland viele viele Tierschutzvereine, die sich alle den “Tierschutz” auf die Fahne schrieben

und dann gibt es die Tierschutzvereine, die sich zusätzlich noch “Hund” auf die Fahne schrieben.

Im Prinzip ist dagegen schier überhaupt nichts einzuwenden, wenn es denn tatsächlich so wäre, nämlich

das Tier – in diesem Fall Hund

Schutz – man eben diese schützt.

Dies beinhaltet das Wort so generell für mich. Hab ich dieser Tage schon mal irgendwo geschrieben.

Da gibt es Vereine, die vielleicht wirklich im besten Glauben die Hunde importieren und auf Pflegestellen setzen. Soweit so gut.

Leider sind da mitunter auch schon mal scheue Hunde bei. Scheu beinhaltet ja erstmal nur, dass diese Hunde zurückhaltend und vorsichtig, ggfs. ängstlich bis panisch sind – allem Neuen gegenüber. Scheu hat nicht zwingend etwas mit ihrem Verhältnis zum Menschen zu tun, dies kommt aber meist ja noch erschwerend oben drauf.

Nun gut, so ein scheuer Hund hat ja trotzdem seine Ansichten und Erfahrungen gemacht und wird er nun durch die Gegend geschaukelt, ist sein Weltbild arg zerstört und zerrüttelt. Nun kommt er auf die Pflegestelle und anstatt sich dort aufzuführen nach dem Motto: “Hey ihr, hier bin ich, was gibt’s hier in der Wohnung, wer seit ihr usw.?” zieht er sich zurück und nähert man sich ihm sagt er ganz klar so auf seine hundische Art: “Knurr, Knurr, etwas tiefer KNURR, KNURR, noch etwas tiefer und grollender KNUUUUUR, KNUUUUUR”. Da ja nun Mensch meint, er habe das Sagen so in seiner Wohnung, missachtet er die Kundgebung des Hundes und nähert sich so richtig “bauernmäßig”, so frontal von vorne, von oben nach unten über den Hund beugend, so dass dem Hund nichts anderes bleibt, als nach vorne zu schnappen, da sich hinter ihm und seitlich von ihm nun mal Wände befinden und er so gar keine Rückzugs-/Fluchtmöglichkeit hat. (Manchmal wünschte ich mir, die Menschen die sich so benehmen, säßen mal selber in so einer Ecke!).

Nun sollte man annehmen, die Pflegestelle wäre so clever zu erkennen, dass Hund aus seiner Sicht alles richtig machte, aber nein, Pflegestelle geht davon aus, dass sie alles richtig machte und sagt zu den anderen Menschen: “Der Hund ist aggressiv – der muss sofort weg hier”.

Nun, der Verein versucht einen neuen Platz zu finden, findet auch einen, Hund landet irgendwo – dort das gleiche Vorgehen – sowohl von Mensch als auch von Hund – und schon soll Hund wieder weitergehen. Nun landet Hund innerhalb von 7 Wochen auf der 3. Stelle in einem ihm fremden Gebiet – denn die Gerüche sind ja alle anders als das, was er bisher kannte – und auch dort, weil natürlich durch Transport, 2maliges Umsetzen usw.pp. ist er restlos verstört - schnappt er jetzt nicht nur in Richtung der Leute, sondern auch in Richtung der gerade anwesenden Hunden oder wie auch immer, angeblich biss er wohl die anderen Hunde!!!!!!

Ende der Geschichte und Mittelung: Hund wurde zurück ins Land gebracht und lebt nun angeblich in einem großen Hunderudel.

Anderes Ende der Geschichte: Hund wurde auf einen Stapelhof gebracht und landet dann irgendwann in der Beschlagnahmung.

Anderes Ende der Geschichte: Hund wird noch mal auf eine andere Pflegestelle gesetzt usw. pp.

Und morgen ist dann auch Weihnachten – denn wir alle kennen ja so Tierschutz auch seit Jahren und kennen auch alle Gute-Nacht-Geschichten.

Anderes Ende der Geschichte: Hund entlief – es wird unter den Tisch gekehrt…..

Anderes Ende der Geschichte: Hund wird aufgrund seiner Aggressivität eingeschläfert – wird ebenfalls unter den Tisch gekehrt.

Hallo Leute, versucht doch mal Euer viel gelobtes Gehirn einzuschalten und denkt bei den Hunden mal daran, wenn Ihr einen neuen Job beginnt, seit Ihr auch nicht direkt mit den Angestellten und der ganzen Firma vertraut, zumal wenn Ihr innerhalb von 7 Wochen die 3. nagelneue Stelle antreten würdet, weil die anderen Stellen nicht ein oder zwei Fehlerschen in der Anfangszeit von Euch akzeptieren konnten. Nun, das Vertrauen der Arbeitskollegen und der Firma, das müsst Ihr Euch arbeiten. Genauso müsst Ihr Euch das Vertrauen des Hundes erarbeiten, der Hund tut dies im Übrigen auch. Er studiert Euch 24 Stunden am Tag und kennt nach einem halben Tag mehr von Euch, als Ihr in 3 Monaten von Eurem Hund wisst – vergesst das nie.

Tija, tija, der Tierschutz und die Vereine, Pflegestellen und Endstellen

Dann gibt es ja so scheue Hunde die entlaufen tatsächlich. Man weiß zwar, dass der scheue Hund die letzten Monate so richtig Stress hatte, zig mal die Stellen wechselte, von einem Großrudel ins nächste Großrudel zog, irgendwann hier in der BRD ankam und ja, da staunt Ihr nur – er wurde direkt vermittelt und schwups, kaum war er da, war er auch schon weg. Er suchte das Weite, dieses hin- und hergesetzt werden, die ganze Fahrererei, wieder hin- und hersetzen, es war ihm zuviel, seine Grenze des zu Ertragenden war erreicht und er kann nur noch flüchten.

Man (Verein/Endstelle/Pflegestelle) schickt nen Hilferuf durch das Internet, bekommt Rückmails und pöbelt dann mal einfach die Leute an. Ja, ja, man “schrie” zwar um Hilfe, aber eigentlich möchte man diese Hilfe NUR auf eine ganz bestimmte Art und Weise, nämlich, dass die Helfenden ihre ganze Zeit opfern und man selber ruhig so in seinem Alltag weitermachen kann als sei nichts gewesen. Hakt man dann nach, ach ja, man kann ja so nette Emails schicken, ist nett und höflich und zwischen den Zeilen liest derjenige sehr genau was dran an der Sache und den Aktivitäten vor Ort ist und

irgendwann einmal verschwindet der Hund dann von der HP des entsprechenden Vereines, der oftmals noch nicht mal auf seiner HP eingestellt hatte, dass Hund entlaufen sei. Es kommt sogar noch besser, der Hund steht weiterhin zur Vermittlung. Bei Tasso wurde er dann doch schon als verlustig eingestellt – immerhin und ne große Anzeige in der Zeitung soll es auch gegeben haben. Nun da kann man sich ja jetzt ruhig zurücklehnen. Tasso ist informiert und wenn es keine Sichtungsmeldungen gibt, dann ist Hund eben selber schuld. Weshalb läuft er auch weg und weshalb versteckt der sich bloß? Der muss doch ne Leuchtrakete anzünden, damit man sehen kann wo er hockt. Kann nicht sein, dass man da Futterstellen ohne Ende anlegen muss und so.. nö ne, Hund weg, natürlich auch Schuld vom Hund, er hätte ja nicht weglaufen brauchen.

Da könnt ich echt die Wut kriegen über so viel Armut.

In diesem Sinne, vielleicht ändert sich ja doch mal was

Aber auch was Schönes, es gibt sogar Leute, die holen sich einen scheuen Hund, der Hund entläuft echt irrtümlich, unglückliche Umstände, die Leute setzen 4 Wochen ihre ganze Energie darin, den Hund wiederzufinden was auch funktioniert und dann bringen sie ihn erst mal ins Tierheim zurück und bauen eine Beziehung auf, damit es nicht noch einmal passiert. Nun fahren sie jeden Tag ins Tierheim lernen mit Hund und Hund lernt mit seinen Menschen und in ein paar Wochen zieht Hund erneut Zuhause ein. Sowas lässt mein Herz doch hüpfen.

© Maria Bader

www.find-mich-fix.de

www.hundelebendfalle.de

www.m-arki.de

www.bunny-suchhund.de

Aktuelle Info´s zum Sachstand Luci & Boy

Da ich seit meinem Hilferuf für Luci & Boy laufend Anrufe bekomme mit der Frage, ob ich denn wisse, was der “grandiose Tierschützer” von dem ich Luci & Boy übernommen habe, über mich erzählen würde – sage ich ganz klar:

NEIN UND ES IST MIR AUCH EGAL!!!!!!

Ich werde alles was in meiner Macht steht für die Hunde tun und damit bin ich voll ausgelastet. Die Hunde kann jeder, der in freundlicher Absicht kommt, jederzeit sehen und sich von ihrem Zustand überzeugen. Ich muß mich nicht verstecken, wie andere “Tierschützer”. Jeder darf natürlich selbst entscheiden wie und was er über mich denkt – logisch.

Wie unehrlich auf der anderen Seite gearbeitet wird, zeigt schon die NEUE Homepage – eigentlich sollten da Jedem, der sie genau ansieht einiges auffallen.

Ach ja die Seite ist zu finden unter:   www.peters-berg-der-hunde.eu

Desweiteren seht Ihr nachstehend einen “Pflegevertrag” dieser Orga….man beachte vorrangig den Punkt 2 des Vertrages und lasse sich diesen auf der Zunge zergehen…….

Muß ich mich mit so Etwas streiten? NEIN – ich kümmere mich lieber um die Hunde um die es mir immer gehen wird!!!!

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Update: Luci und Boy

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Zuerst das positivere der beiden Updates: Luci ist relativ fit, rennt über die Wiese und freut sich des Lebens, wobei die Bronchitis noch nicht ausgestanden ist und sie hustet immer noch ab und an. Die Lymphknoten sind ein ganzes Stück abgeschwollen, aber dennoch vom Normalzustand einiges entfernt. Ich weiß, Jeder sagt mir, das kann eine ganze Zeit dauern, aber mich beunruhigt es einfach noch. Haltet bitte mit die Daumen, daß es weiter aufwärts geht!

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Nun, bei Boy wird das Ganze wesentlich komplizierter. Je mehr Meinungen ich mir einhole, desto unsicherer wurde ich anfangs bezüglich dessen was ich machen sollte oder könnte. Geschehen muß schnellstmöglich etwas, denn solange er auf drei Beinen hüpft, werden die anderen Gelenke überbelastet und das kann auf Dauer so nicht gehen. Außerdem geht es ohne Schmerzmittel auch nicht und auch diese möchte ich ihm nicht auf Dauer zumuten.

Ich bin nun irgendwie nach dem Ausschlußverfahren vorgegangen:

1) Eine künstliche Hüfte einsetzen lassen ist nicht nur die teuerste und risikoreichste Variante, natürlich auch mit den besten Ergebnissen, wenn die OP klappt……diese fällt jedoch aus, da Boy noch zu jung ist. Zum momentanen Stand können wir nicht wirklich zu 100% davon ausgehen, daß er schon komplett ausgewachsen ist.

2) eine Gelenkkopfabnahme, eine sogenannte Femurkopfresektion, fällt deshalb aus, da Boy zu groß, zu schwer und eigentlich auch noch zu jung ist. Die Meinungen, die ich mir eingeholt haben, sehen die Grenze für diese Methode bereits bei einem Gewicht von max. 20 kg. Also muß ich darüber nicht weiter nachdenken, da Boy knapp 36 kg auf die Waage bringt.

Ansich bleiben dann noch genau 2 Möglichkeiten – beide Varianten klingen für mich erstmal gangbar, wobei beide wohl ihre Vor- und Nachteile bringen. Die Entscheidung ist  mir nicht gerade leicht gefallen. Ich finde es schon nicht einfach, wenn man sie für den eigenen Hund treffen müßte – noch schwerer für einen Wuff, der einem nicht gehört.

Die eine der beiden verbleibenden Möglichkeiten lautet: Goldimplantat bzw. Goldakkupunktur, die andere Möglichkeit ist die Denervation.

Unter anderen habe ich mit der Tierarztpraxis in Leipzig Schönefeld in Verbindung gesetzt. Vor einigen Jahren wurde dort meine Dobi-Hündin Li sehr erfolgreich operiert obgleich im Vorfeld jeder andere Tierarzt sagte, das sei nicht operabel. Bei ihr hatte sich die Achyllessehne vom Fersenbein gelöst gehabt. Sie hatte damals eine alte chronische Gelenkentzündung mitbegracht. Li konnte nach der OP noch bis an ihr Lebensende (gute 4 Jahre) mit dem Beinchen rennen und springen wie ein Reh.

Auch an dieser Stelle, lieben Dank an Herrn Dr. Jähnig, der sich viel Zeit genommen hat und mir, auch für den Laien verständlich, die Vorgehensweisen und Wirkungsweisen der verbleibenden Möglichkeiten erklärt hat. Er hat mir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten sehr gut nachvollziehbar dargestellt.

Überzeugt hat mich letztenendes die Aussage aus seiner Mail (Zitat):

********************************

“……….Die Denervierung läst die Chance, auch mit anderen OPs (Hüftgelenkersatz, Goldimplantation, Femurkopfresektion, Pectineusschnitt) später noch zu Helfen. Es ist also noch alles möglich.
Die großen Erfolge der Denervierung in den letzten Jahren bestärkten uns aber darin, diese Methode auch bei jüngeren Hunden häufiger einzusetzen……”

*************************************

Was mit dem Knie von Boy geschehen sollte oder muß, kann erst nach einer weiteren Untersuchung, das heißt, nach einer sogenannten Kniespiegelung, entschieden werden.

Ich habe nun für Dienstag, den 08.02. einen Termin mit Boy in Leipzig und hoffe, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Eine weitere Bestätigung dieser Entscheidung erhielt ich gestern noch von dem bekannten Tierarzt Dr. Gerald Krakauer aus der Fernsehsendung “Hundkatzemaus” , der sich die Zeit nahm, sich mit dem Fall “BOY” außeinander zu setzen – VIELEN DANK!!!!!

Zitat:

Sehr geehrte Frau Abt,

Ihre Einschätzung ist schon sehr präzise und gut recherchiert, ich kann das alles nur bestätigen. Sicher ist eine künstliche Hüfte – wenn sie im richtigen Alter eingesetzt wird und die OP erfolgreich verläuft – die beste Lösung, aber es ist schon klar – und das hat jetzt nichts mit der Tatsache zu tun, dass es sich um einem Tierschutzhund handelt – dass hier die enormen Kosten bedacht werden müssen.  Aus meiner Sicht würde ich auch zur Denervation raten, ein einfacher Eingriff, der zwar u.U. nach drei, vier Jahren erneut vorgenommen werden muss,  bei dem aber jede andere Behandlungsoption – wie eben auch eine künstliche Hüfte – bestehen bleibt. Alternativ käme sicher auch eine Goldakupunktur in Frage, es gibt da nur sehr unterschiedliche Rückmeldungen was den Erfolg angeht. Vom doch recht destruktiven Entfernen der Oberschenkelköpfe würde ich bei einem so jungen Hund abraten, wenn er damit nicht zurecht kommt und Schmerzmittel nicht ausreichen, bleibt oft nur noch das Einschläfern.

Mit freundlichen Grüßen

________________________________

Dr. Gerald Krakauer

DOCMA TV Produktion GmbH
Studio und Redaktion
Poccistraße 10
80336 München

Wie schon gesagt hoffe ich, daß ich für Boy die richtige Entscheidung getroffen habe und ich werde ihn Herrn Dr. Jähnig anvertrauen - ich weiß auf jeden Fall, daß er alles menschenmögliche für ihn tun wird. Bei ihm macht es auch keinen Unterschied ob der Hund reinrassig, Leistungshund oder Tierschutzhund ist. Herr Dr. Jähnig setzt sich auch im Leipziger Tierheim für die Tiere ein und er hatte damals keinerlei Probleme meine Li zu behandeln, wie zig andere Tierärzte. (Erklärung: Li war kein einfacher Hund, ihre Vorerlebnisse hatten sie nicht wirklich zu jedem Menschen freundlich sein lassen ………).

Haltet bitte mit die Daumen für Boy, daß er alles gut übersteht – ich halte Euch auf dem Laufenden!


Update Luci & Boy

Heute nur ein kurzes Update zu unseren beiden Pflegewuffels:

mit LUCI war der Tierarzt recht zufrieden heute. Die Lymphknoten sind ein wenig kleiner geworden. Als Entwarnung sieht er das aber noch nicht wirklich. Eine leichte Verschleimung der Bronchien hat er noch festgestellt und das eine Ohr ist noch immer leicht entzündet. Ohrmilben sind es nicht, das wurde schon gecheckt. Wir hoffen nun erstmal, daß die Lymphknoten weiter abschwellen und die Bronchien mit Hilfe der Medikamente wieder in Ordnung kommen.

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BOY wurde heute geröngt – das Ergebnis ist leider mehr als niederschmetternd. Das Bild der linken Hüfte erklärt warum er nicht mehr auf das Bein auftritt, wobei auch das Kniegelenk nicht in Ordnung ist, was jedoch eventuell eine Folgeerscheinung sein könnte. Vermutlich hat er das Ganze so lange kompensiert und hat darüber einiges ausgeglichen.

Ich werde versuchen das Röntgenbild die Tage einzuscannen und hier zu veröffentlichen. Unglaublich erscheint, daß das rechte Hüftgelenk absolut in Ordnung ist im Gegensatz zum linken.

Was nun werden soll, kann ich im Moment nicht sagen, denn BOY ist noch nicht einmal ausgewachsen mit seinen ca. 16 Monaten. Ich muß mir erst einige Meinungen von Fachleuten einholen.

Ich könnte heulen, wenn ich mir das Röntgenbild ansehe……armer Kerl!

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Update: Luci & Boy – große Sorge um die beiden Pflege-Wuffs

2 wundervolle Hunde vom Charakter, alles schien toll zu sein und für beide Wuffs sollte ein richtig schönes Zuhause gefunden werden. Leider sieht im Moment die Realität ein klein wenig anders aus Icon Sad in

Als Boy hier ankam, war er gerade 1 Jahr alt. Als erstes fiel uns zu dem Zeitpunkt sein Gang auf und wir sagten noch  im Spaß: hey, Boy ist ja noch ein kleiner Welpe. Er hatte wirklich einen Gang wie ein ganz kleiner Hundejunge. Dabei wackelte er mit dem Po wie ein………ne, sagt man nicht Icon Biggrin in

Tja, ganz ehrlich, es beunruhigte uns erstmal nicht zu sehr, denn er war ja noch ein ganz junger Kerl. Als wir dann auch noch feststellten, daß er total unterbemuskelt war, führten wir den Gang auf diese beiden Dinge zurück. Gehumpelt o.ä. hatte Boy zu diesem Zeitpunkt nicht. Nach und nach wurde sein Gang auch besser (normaler) und es war für uns so gut wie klar, daß durch den Muskelaufbau der “komische” Gang wieder verschwindet.

An etwas Schlimmes dachten wir bis zuletzt wirklich nicht, da Boy ohne jegliche Bremse immer voll am Rennen, Toben, Spielen etc. war. Letzte Woche dann erschraken wir erstmal, als Boy und Luci vor dem Schlafengehen Pipi-machen gingen. Da hüpfte Boy nur auf 3 Beinen nach draußen. Hm, nach wenigen Metern benutzte er wieder alle 4 Beine, humpelte aber hinten links. Die Untersuchung der Pfoten etc. aber da war nichts. Okay, vielleicht hatte er blöd gelegen, war der nächste Gedanke – erszmal das Ganze am nächsten Tag nochmal genauer ansehen. Da war dann erstmal nichts mehr zu merken.

Eventuell durch die letzten Tag an denen es so extrem naßkalt war, hat sich das Ganze so entwickelt, daß Boy hinten links nur noch humpelt und nach Ruhezeiten das Bein nicht mehr belastet. Durch tieferes Abtasten der Hüfte kann man nun bereits den großen Spalt am Hüftgelenk ertasten. Dies heißt nichts Gutes…..auf jeden Fall muß erstmal geröntgt werden um zu sehen, was machbar ist um Boy zu helfen.

Ja, das war der eine Schock der letzten Tage – den zweiten präsentiert Luci:

Als Luci in Deutschland ankam, hatte sie leicht vergrößerte Lymphknoten, was wir nicht überbewerteten, da sie offensichtlich allergisch auf die Fäden in der Kastrationsnarbe reagierte. Die Narbe selbst war entzündet und die Stellen an denen die Fäden waren ebenso und die Stellen suppten eitrig und waren stark verhärtet. All dies wurde beim Tierarzt behandelt und die Lymphknoten schienen ganz langsam aber sicher kleiner zu werden.

Folge: die Vermutung lag nache, daß die Lymphknotenschwellung mit der Entzündung im Narbenbereich zusammenhingen. Bis zum Anfang der letzten Woche war nichts anderes zu vermuten, doch wir wurden eines Besseren belehrt.

Luci war irgendwie träge und müde den Morgen, nach abtasten der Lymphknoten konnte man es kaum glauben. Sie waren nochmal viel größer als nach der Ankunft. Ein Hühnerei ist zum Vergleich noch klein dagegen. Also Termin beim Tierarzt für den nächsten Tag vereinbart. Bis dahin hatte Luci noch zusätzlich erhöhte Temperatur (39,5 Grad) und war total schlapp und k.o. selbst das Futter mochte sie nicht, was bei Luci schon einiges zu bedeuten hat.

Der Tierarzt stellte im Bereich der Kastrationsnarbe nur noch eine ganz minimale Erwärmung fest, die seiner Meinung nach jedoch keine solch massive Reaktion hervorrufen könnte. Die Bronchien hörten sich wohl ein klein wenig verschleimt an, aber ob das der einzige Grund sein sollte, klang auch eher unwahrscheinlich.

Auf jeden Fall mußte Luci erstmal mit Antibiotika behandelt werden, denn es konnte sein, es war doch ein massiver grippaler Infekt im Spiel oder eine innerliche Entzündung im Bereich der Kastrationsnaht. In der Hoffnung natürlich, die Lymphknoten würden sich auf die Antibiotikagabe wieder zurückbilden.

Der Allgemeinzustand von Luci hat sich zwischenzeitlich sichtbar und merklich verbessert, aber leider ist eine Abschwellung der Lymphknoten bis heute nicht erkennbar. Leider!

Nun werden wir wohl Luci komplett durchchecken lassen müssen. Blutbild, Ultraschall der Kastrationsbereichs und und und. Wir hoffen natürlich, daß sie sich da nichts ganz schlimmes “eingefangen” hat, denn sie ist wirklich eine Seele von Hund. Selbst für eine Spritze bedankt sie sich beim Tierarzt mit einem freudigen Schwanzwedeln und mit der Anfrage nach Schmuseeinheiten.

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Leider treffen uns diese beiden Fälle gleichzeitig ganz derb, denn die Kassen des Vereins in Spanien sind momentan mal wieder mehr als leer und weniger als eine Handvoll Leute in Deutschland geben ohnehin schon mehr als eigentlich machbar ist für die Tiere. Es brennt ja immer und überall und nun auch noch zweimal gleichzeitig.

Wir brauchen nun gaaanz dringend Eure Hilfe für die Tierarztkosten für Boy und Luci !

Jeder Spender kann natürlich Kopien der angefallenen Tierarztrechnungen erhalten. Es kann auch gerne eine Patenschaft oder Teilpatenschaft für Boy oder Luci übernommen werden.

Bitte vermerkt auf der Spendenüberweisung ob Ihr eine Spendenbescheinigung haben möchtet (in dem Fall bitte die vollständige Adresse angeben!). Bitte auch draufschreiben ob die Spende für Boy oder für Luci sein soll oder ob das egal ist für wen sie eingesetzt wird.

Spenden bitte per PayPal (siehe PaPal-Spenden-Button rechts auf der Seite) oder per Überweisung direkt an die Pflegestelle:

U. Abt
Konto 3026299
BLZ  83094495
EthikBank (Voba NL Eisenberg)

Wir danken Euch im Namen von Boy und Luci!!!!!!

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Ruhig im Blog – nicht so vorort……

Sorry, es war hier im Blog die letzten Wochen ziemlich ruhig. Sorry, es hat einfach ein ganzes Stück Zeit gefehlt, denn es waren hier vorort einige kleinere Baumaßnahmen Icon Wink in notwendig.

Nachdem ich mich nun entschlossen habe, für 2 Notnasen einen Platz einzurichten, wurden einige dringende Maßnahmen fällig.

Da meine 4 Wuffs nicht mit jedem anderen 4-Beiner so wirklich gleich klarkommen (ich habe ja gezielt die nicht so wirklich einfachen Notnasen bei mir aufgenommen), mußte also ein seperater Auslauf geschaffen werden, das Hunde-Gästezimmer mußte hergerichtet werden  wegen des nahenden Winters und gleichzeitig mußte der Auslauf winterfest gemacht werden.

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Da es auch am Tage bei uns gut kalt werden kann, wie wir im Moment mehr als deutlich spüren können, bekommen die Gastwuffs hier eine Strohburg unterm Dach.

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Genächtigt wird im Hunde-Gästezimmer, da kann Hund sich gemütlich ins Sofa kuscheln Icon Wink in

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Nun können zumindest immer bis zu 2 große Notnasen hier unterkommen und stressfrei und ohne Druck auf ihre Vermittlung in ein schönes neues Zuhause warten.

Bei den täglichen Spaziergängen können die Hunde in aller Ruhe schon einiges kennenlernen, die ersten Grundkommandos und das ordentliche “an der Leine gehen” wird schon geübt etc.

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Derzeit sind Luci und Boy hier bei mir untergebracht. Beide verstehen sich sehr gut und sie genießen auch gemeinsam die Spaziergänge mit mir. Beide sind tolle Hunde, jeder auf seine Art – Luci ist eher die ruhigere, gelassene Hündin, wobei Boy Feuer im Hintern hat Icon Wink in

Mehr Infos zu den Beiden sind auf der Seite “Vermittlungstiere” zu finden.

Nun soll hier im Blog wieder mehr geschehen, das heißt, es wird wieder in kürzeren Abständen Informationen und Aktuelles aus der Hundewelt geben, auch wenn ich nach wie vor mit 6 großen Hunden insgesamt und Arbeit gut ausgelastet bin – es ist mir aber auch sehr wichtig hier an dieser Stelle noch jede Menge Informationen rüberzubringen….

Ich, ein Hund aus dem Süden

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Ich war einmal ein kleiner Welpe und wurde in irgendeinem europäischen Land geboren. Irgendwie hatte ich mir ganz blöde Leute ausgesucht, die mich dann auf einem Feld in der prallen Sonne anbanden und weggingen. Es vergingen einige Tage, ich saß in der sengenden Hitze, hatte nichts zu fressen und schon mal gar nichts zu trinken. Da ich vorher immer an einer Kette angebunden war und gelernt hatte, dass es keinen Sinn macht, Leinen anzuknabbern kam ich gar nicht auf die Idee, es dieses mal zu versuchen. Ich wurde immer schwächer, die Hitze machte mir enorm zu schaffen, es gab keinen Schatten, kein bisschen Wasser. Mir wurde schwindelig und schwarz vor den Augen. Irgendwann hörte ich in der Ferne leise Stimmen und so langsam erwachte ich aus meiner Bewusstlosigkeit und fand mich zu meinem Erstaunen in einem weiß gekachelten Raum wieder. Ich war pitschnass, hatte eine Infusion an meinem Hinterbein, Menschen standen um mich herum und einer dieser Tierschutztanten liefen dicke Freudentränen über’s Gesicht da ich meine Augen geöffnet hatte.

Es dauerte einige Tage bis dass es mir besser ging, ich war bis zum Skelett abgemagert und vollkommen ausgetrocknet gewesen. Es wurde langsam besser und besser und nach ein paar Tagen konnte ich zu den anderen Hunden in ein Gehege. Ich erholte mich prächtig und zeigte doch eine gewisse Scheu allen Dingen gegenüber.

Irgendwann, 3 oder 4 Monate später, hat sich so eine Pflegestelle aus Deutschland angeboten, mich bis zur Adoption aufzunehmen. Alle waren einverstanden und ich flog nach Deutschland. Die Pflegestelle gab sich große Mühe, zog mir Halsband und Geschirr an, sicherte mich mit zwei Leinen und ich lernte, dass Menschen richtig nett sein können und hatte auch großes Vertrauen zu meiner Pflegestelle.

So gingen die Tage dahin und irgendwann kam ein junges Mädel von knapp 20 Jahren. Sie wollte unbedingt so einen Hund wie mich haben und nachdem eine Vorkontrolle durchgeführt worden war sollte ich dann in mein eigenes Heim umziehen.

Sonntag abends zog ich um und ich verbrachte die erste Nacht in meinem neuen Zuhause. Die paar Stunden waren nett, mir geschah nichts, ich verfolgte dieses junge Mädchen, damit sie mir nicht auch noch Abhanden kam, wie gerade zuvor die Pflegestelle, wo ich begonnen hatte, mich heimisch zu fühlen. Wir gingen auch zusammen spazieren, ich zuckte aber bei allem zusammen und zog auch manchmal rückwärts oder vorwärts um manch bösen Dingen, wie Autos, Mülltüten, anderen Menschen usw. zu entkommen. Einige wenige Hundekumpels trafen wir auch, da fühlte ich mich immer direkt besser.

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Am nächsten Morgen wurde ich zur Mama meines neuen Frauchens gebracht, die sich nun wohl tagsüber um mich kümmern sollte. Ich merkte allerdings direkt, dass sie mir gegenüber unsicher war und sie strömte auch diesen Geruch von Angst aus. Das verunsicherte mich enorm. Es kann nicht gut sein, wenn einer ständig den Angstgeruch ausströmt und ich bekam auch immer ein bisschen Angst, wenn ich zu ihr hin musste. Sie war nämlich weiterhin mir gegenüber unsicher und hatte auch weiterhin ständig diesen Angstgeruch an sich. Das ging ein zwei Tage gut und am zweiten Tag passierte dann das folgenschwere Unglück. Die Mama meines neuen Frauchens, welche also diese Unsicherheit und Angst verbreitete, ging mit mir morgens zum Bäcker. Es war kalt und glatt und die Mama von meinem Frauchen glitt auf dem Eisboden aus, weil ich auch so einen kleinen Sprung gemacht hatte, weil ihr Angst- und Unsicherheitsgeruch verstärkte natürlich meine Angst und Unsicherheit. Es kam, wie es in dem Fall des Ausrutschens kommen musste: ihr fiel meine Leine aus der Hand. Über den Sturz war ich so schockiert und entsetzt, dass ich das Weite suchte, denn ich sah ja nur einen Menschen, der sich auf mich stürzen wollte. Ich floh und floh und lief so einige Kilometer. Ich trug also mein Geschirr und die Leine an mir dran, die irgendwie ständig hinter mir her flatterte und ich floh vor dem ständig flatternden Ding da hinter mir. An einer Wiese sah ich andere Hunde, ich hatte kaum noch Puste und ich ging zu denen. Dort waren auch Menschen, die hatten noch keinen Sprung (Sturz der Frau) auf mich gemacht. Ich vertraute also und spielte ein bisschen mit den anderen Hunden. Ja, ja, die Leine war noch immer an mir dran und irgend so ein Mensch ging dann recht groß auf mich zu in der Annahme ich sei ein „normaler“ Hund – was immer das auch heißen mochte. Dieses groß aufgerichtet sein, machte mir aber neue Angst und ich floh wieder und wurde wieder von dem flatternden Ding hinter mehr verfolgt. Ich floh über Felder und Straßen, immer weiter, immer weiter. Auf irgendeiner Hauptstraße brachte ich die Autos zum Stehen und lief verstört zwischen den Autos hin und her. Einige hupten, andere sprangen aus dem Auto, jeder war irgendwie schnell und hektisch und so floh ich weiter. Wieder über Felder und dazwischen überquerte ich die Autobahnen, Autobahndreiecke und floh und floh. Es hupte, es war laut, alles schien sich gegen mich verschworen zu haben. Alles machte Jagd auf mich und hin und wieder tauchte auch noch der Geruch dieser auf mich stürzenden Frau auf, vor dem ich weiter floh, das wollte ich ja nun schier gar nicht wieder erleben.

Hin und wieder gingen mal Sichtungsmeldungen durchs Internet, aber es waren immer nur ganz vage Angaben und somit konnte auch keiner mir helfen. Es wurden Suchhunde eingesetzt, aber geschickter Weise hatten einige Leute meine Decke zerteilt und den Geruch durch die Gegend gezogen, sodass es durch die Witterungsverhältnisse und vor allem durch diese frischer gelegten Spuren für die Suchhunde unmöglich wurde, meine Spur zu verfolgen. Sie fanden zwar die meisten Deckenstücke aber wie hätten sie meine so geringe Spur, da ich ja in größter Eile floh, nach 3 Tagen (Schnee, Frost und Regen) noch verfolgen können, zumal es nur vage Hinweise gab, wo ich zuletzt gesehen worden war und dort besonders intensiv der Deckengeruch verstreut wurde.

Also konnten die ganzen Suchhunde einpacken, sie hatten ihre Arbeit, die die wirklich echt anstrengt, umsonst getan.

Dann, nach einigen Tagen gab es eine Sichtungsmeldung von mir in einer großen Firma. Das ganze Gelände war echt gut eingezäunt und es gab nur einen Ausgang. Aber auch, nachdem man meinen neuen Menschen gesagt hatte, keinesfalls dürfe die Frau, die sich aus meiner Sicht auf mich stürzte, dort auftauchen, genau diese Frau fuhr also dorthin und ich sah sie und flüchtete wieder um mein Leben. Ja, ja, mein Frauchen, welches ja Urlaub gehabt haben sollte, 14 Tage lang damit ich mich erst einmal eingewöhnen könnte – musste da arbeiten – ja, ja, 14 Tage waren noch nicht mal rum gewesen bei dieser Sichtung. Also ich floh wieder, floh so weit mich meine Beine tragen konnten… ich wurde noch 2mal gesehen, danach nicht mehr.

Was ist aus mir geworden??

Bin ich mit meiner Leine irgendwo hängen geblieben und habe mich natürlich immer noch nicht getraut, diese durchzubeißen und bin dann langsam verhungert und verdurstet?

Bin ich unter einen Zug gekommen und in 1000 kleine Teile zerteilt worden?

Bin ich einem Auto vor die Räder gelaufen?

Hatte ich irgendwann keine Kraft mehr, mich zu erheben und bin armselig verhungert?

Ich, ein Hund aus dem Süden, der mit viel Liebe und Hingabe gesund gepflegt worden war,

Ich, ein Hund aus dem Süden, der das Glück hatte, eine tolle Pflegestelle zu erhalten, die es schaffte, dass ich ein bisschen Vertrauen aufbauen konnte,

Ich, ein Hund aus dem Süden, dessen neues Frauchen nicht direkt 14 Tage Urlaub hatte und nicht noch 2 Tage auf mich warten konnte, damit ich Zeit zum Eingewöhnen hatte,

Ich, ein Hund aus dem Süden, deren Vorkontrolleurin diese nur halbherzig durchführte und nicht die Eltern von meinem neuen Frauchen aufsuchte um auch dort die Sachen zu prüfen,

Ich, ein Hund aus dem Süden, der diese Leichtherzigkeiten mit seinem Leben bezahlte.

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Autor: Ich, ein Hund aus dem Süden – Übersetzung/Copyright: Maria Bader, Mönchengladbach, Ähnlichkeiten mit irgendwelchen tatsächlichen Ereignissen sind natürlich aufgrund des Themas vorhanden. Und irgendeine Passage wird sicherlich irgendeinem Leser bekannt vorkommen. Es ist eine Aneinanderreihung der Geschichten einiger entlaufener Hunde.
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